BBU-Pressemitteilung 28.02.2017

Urananreicherung, Atommüllproduktion und AKW-Versorgung in Gronau stoppen!

Für Karfreitag, 14. April planen Anti-Atomkraft-Initiativen und Friedensorganisationen wieder einen Ostermarsch zur Gronauer Urananreicherungsanlage.

Bonn, Berlin, Düsseldorf 28.02.2017 | Der Bundesverband Bürgerinitiativen Umweltschutz (BBU) fordert bei der aktuellen Diskussion über die Wege zur Stilllegung der Urananreicherungsanlage in Gronau auch die Beachtung der besonderen Atommüllproblematik am Standort Gronau.

In den letzten Tagen haben mehrere Zeitungen darüber berichtet, dass kurzfristig im Auftrag des Bundesumweltministeriums ein Gutachten zur Stilllegung der Gronauer Uranfabrik erstellt werden soll.

Der BBU, der sich schon lange für die Stilllegung der bundesweit einzigen Urananreicherungsanlage einsetzt, weist darauf hin, dass beim Betrieb der Gronauer Anlage jedes Jahr mehrere Tausend Tonnen Atommüll in Form von abgereichertem Uranhexafluorid anfallen. Große Mengen dieses Atommülls liegen bereits in Containern neben der Urananreicherungsanlage ungeschützt unter dem freien Himmel. Die Container sind offen der Witterung ausgesetzt. Neben der Urananreicherungsanlage wurde eine Uranlagerhalle gebaut. In dieser Halle soll aber nicht das abgereicherte Uranhexafluorid eingelagert werden sondern Uranoxid, das in Frankreich aus dem abgereichertem Material hergestellt wird. Insgesamt 60.000 Tonnen Uranoxid sollen in der Halle eingelagert werden. „Wenn die Inbetriebnahme der Lagerhalle nicht verhindert wird, dann werden demnächst in Gronau rund 100.000 Tonnen Atommüll in Form von abgereichertem Uranhexafluorid und Uranoxid lagern lagern – und zwar ewig“, fürchtet das Gronauer BBU-Vorstandsmitglied Udo Buchholz.

Der BBU fordert zum Schutz der Bevölkerung die sofortige Stilllegung aller Atomkraftwerke und auch aller Atomanlagen. Weiterer Atommüll darf nicht produziert werden. Und so setzt sich der BBU auch für die sofortige Stilllegung der Urananreicherungsanlage Gronau und der Brennelementefabrik in Lingen ein. In beiden Anlagen darf derzeit noch ohne Befristung Nuklearbrennstoff für Atomkraftwerke im In- und Ausland produziert werden. „Das ist nicht hinnehmbar“, so Udo Buchholz vom BBU-Vorstand.

Um ihren Forderungen Nachdruck zu verleihen veranstalten Anti-Atomkraft-Initiativen und Friedensorganisationen Karfreitag, 14. April, wieder einen Ostermarsch zur Gronauer Urananreicherungsanlage. Er beginnt mit einer Kundgebung um 13 Uhr am Gronauer Bahnhof. Auch der BBU ruft zur Teilnahme auf. Weitere Informationen dazu unter www.ostermarsch-gronau.de

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Der BBU ist der Dachverband zahlreicher Bürgerinitiativen, Umweltverbände und Einzelmitglieder. Er wurde 1972 gegründet und hat seinen Sitz in Bonn. Weitere Umweltgruppen, Aktionsbündnisse und engagierte Privatpersonen sind aufgerufen, dem BBU beizutreten um die themenübergreifende Vernetzung der Umweltschutzbewegung zu verstärken. Der BBU engagiert sich u. a. für menschen- und umweltfreundliche Verkehrskonzepte, für den sofortigen und weltweiten Atomausstieg, gegen die gefährliche CO2-Endlagerung, gegen Fracking und für umweltfreundliche Energiequellen.

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