Mi., 04.11.2015 Fukushima nach dem Super-GAU

Kazuhiko-KobayashiWir freuen uns, mit Kazuhiko Kobayashi einen ausgewiesenen Experten der aktuellen Situation in Fukushima vier Jahre nach dem Super-Gau gefunden zu haben. In seinem Vortrag thematisiert der Referent die Angst und den finanziellen sowie psychischen Druck der aus der Sperrzone evakuierten Menschen in Fukushima,

den Strahlenmüll, die japanische Atompolitik und ihre Verflechtungen, die berufliche Abhängigkeit der Mediziner sowie das Problem der erkrankten Kinder, die Kobayashi besonders am Herzen liegen. Kazuhiko Kobayashi hat 1968 sein Germanistik-Studium in Tokyo/Japan abgeschlossen. Von 1968 -1997 war er in Deutschland u.a. als selbständiger Berater für internationale Geschäftsverbindungen zwischen europäischen und asiatischen (insbesondere japanischen) Unternehmen tätig. Der Autor unterschiedlicher Fachpublikationen lebt seit 1997 wieder in Japan und hat sich seitdem auf die Themen Umwelt, Armut, Rassen-und Religionskonflikte, Katastrophenrisiken gefährlicher Techniken wie Nuklearwaffen und Atomkraftwerke konzentriert.

Manfred RauschenManfred Rauschen verbinden familiäre und geschäftliche Kontakte sowie die Gründung einer Filiale des Öko-Zentrums NRW mit Japan. Wegen seiner Projekte in der Region hat er seit der Katastrophe bereits über zwanzig Fahrten nach Fukushima gemacht. In seinem Vortrag geht der Leiter des Öko-Zentrum NRW anschließend auf die Wiederaufbauarbeit in der Präfektur Fukushima und die Situation in den verstrahlten Gebieten ein. Hierbei spielen Pläne um den verstärkten Ausbau regenerativer Energien eine besondere Rolle.

Gerd Heistermann
Foto: Gerd Heistermann, Urheber: Dirk Vorderstraße, Lizenz: CC BY 3.0

Moderiert wird der Vortragsabend von Gerd Heistermann, Chefredakteur von Radio Lippewelle Hamm.

Die Veranstaltung findet am

Mittwoch, 4. November um 19:00 Uhr
in der VHS im Heinrich-von-Kleist-Forum
(direkt am Bahnhof Hamm/Westf.)

statt. Der Eintritt beträgt 2,00 EUR, vorherige Anmeldung ist nicht erforderlich. VHS Hamm in Kooperation mit der Initiative Hamm gegen Atom und dem Forum für Umwelt und gerechte Entwicklung (FUgE).