NRW-Fracking-Moratorium ist gescheitert

Münsterland gegen GasbohrenPVG plant Gasbohren bei Haltern

Am 17.02.2016 hatte sich das Bergbau-Unternehmen PVG einen weiteren Erdgas-Claim in NRW gesichert. Das Gebiet befindet sich im nördlichen Teil des Kreises Recklinghausen unter den Gebieten der Kommunen Haltern und Dorsten. PVG hat sich damit nach BarabraGas am Niederrhein in kürzester Zeit einen weiteren Erdgas-Claim gesichert, um in NRW weitere Bohrtürme auszurollen

für die Förderung von Gas aus Kohleflözen.

PVG beabsichtigt, bei der Förderung von Erdgas kein Fracking einzusetzen. Damit fallen die Projekte im Münsterland, am Niederrhein und bei Haltern nicht unter das Fracking-Moratorium der Landesregierung.

Eine Genehmigung zum Bohren nach Erdgas liegt für Ascheberg-Herbern bereits vor. Es ist nun damit zu rechnen, dass nach dem Vorbild von Hamm nach und nach im gesamten Norden von NRW die Flözgas-Felder mit Bohrtürmen bestückt werden.

Damit ist der Versuch der Landesregierung NRW, über ein Fracking-Verbot das unkontrollierte Ausrollen von Bohrtürmen zu verhindern, gescheitert.

Der ländliche Raum ist den Rohstoff-Unternehmen schutzlos ausgeliefert, da der bundesweite Rechtsrahmen völlig unzureichend ist. Eine Verbesserung des Bergrechts mit mehr Schutz für Natur und Kulturlanschaften sowie einer Beweislastumkehr wird in Berlin von der Großen Koalition aus SPD / CDU / CSU blockiert.

Die NRW Landesregierung muss sofort ein Moratorium für Gasbohren einsetzen, um den unkontrollierten Bohrlochbergbau jetzt zu verhindern.

Wenn die Bergbauunternehmen wie PVG jetzt kein Stopp-Signal erhalten, wird ein großteil des ländlichen Raumes in NRW in ein Industrie- und Erdgasfördergebiet verwandelt.

NRW hat bis heute nicht den Ausstieg aus der Kohle verkraftet. NRW zählt bei der Energiewende zu den Verlierern, da der Umstieg auf regenerative Energien stagniert. Wenn nun nicht rasch von der Landesregierung reagiert wird, werden wieder energiepolitische Strukturen verfestigt, die nicht zukunftsfähig sind. Zu Schaden unseres Landes.

Jürgen Blümer
Landschaftspaten

 

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