Taschenspielertricks der Stadtwerke Hamm?

Rainer Sturm / pixelio.de
Rainer Sturm / pixelio.de

Jürgen Blümer, 13.03.2016 | Der Westfälische Anzeiger berichtet auf seiner Website über finanzielle Risiken für die Stadt Hamm bei der Beteiligung am Gasbohren im Münsterland.

Der Finanzexperte Herbert Klawitter, der jahrzehntelang als Leiter der Kosten- und Erfolgsauswertung für Thyssen Draht und Thyssen-Schweißtechnik tätig war, hat sich die im Bundesanzeiger bisher veröffentlichten Bilanzen angesehen und wenige Tage vor der Ratssitzung am kommenden Dienstag Alarm geschlagen.

„Aus meiner Sicht fehlen in der Ratsvorlage wesentliche Informationen, die für Ihre Entscheidung notwendig wären“, schrieb Klawitter am Montag die Fraktionsvorsitzenden und Gruppensprecher im Rat an. Er habe anhand der zugänglichen Daten eine „betriebswirtschaftliche Analyse“ gemacht. Demnach habe das Eigenkapital der HammGas GmbH Anfang 2015 zu 82 Prozent von den Stadtwerken gestammt, obgleich sie nur einen Geschäftsanteil von 30 Prozent halten.

Von Beginn an hatten die Bürgerinitiativen gegen Gasbohren aus Hamm, Werne, Herbern und Drensteinfurt auf das fragwürdige Finanzierungs-Konstrukt für HammGas hingewiesen. Nun muss der Stadtrat Hamm am 15.03.2016 entscheiden, ob er hier voll auf Risiko spielt – und ein weiteres Energie-Projekt mit Vollgas an die Wand fahren lässt.

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